Die KNX/EIB-Schnittstelle kann über Ethernet angebunden werden. Sie finden hier ausserdem Tipps und Tricks aus langjähriger Erfahrung.
Nach dem Erstellen der Schnittstelle kann bereits ein KNX-Projekt importiert werden. Falls das Projekt mit einem Kennwort geschützt wurde, werden Sie aufgefordert ein Kennwort einzugeben. Dieses wird dann in der Schnittstelle unter Erweitert hinterlegt.
Tipp: Nach dem Import können die Kanäle erstellt werden.
Es ist möglich, ein Projekt von LUXORplug direkt zu importieren. Der Import wird gleich wie der eines ETS-Projekts importiert. Eine Liste der Gruppenadressen und der Ordner Gewerke wird dabei nicht erzeugt. Die Sensoren wurden der Übersicht halber vom Gebäude entfernt. Nach dem Import können auch Kanäle erstellt werden.
In der Struktur Gebäude und Topologie können Kanäle erstellt werden. Damit diese erstellt werden, müssen diverse Voraussetzungen erfüllt sein. Wichtig ist das Deklarieren der Datentypen in der ETS.
| Typen | Voraussetzung |
|---|---|
| Mindestens zwei boolesche Werte. | |
| Mindestens ein Wert bool_dimup und zwei Werte vom Typ uint_byte. | |
| Mindestens zwei color_3bytes Farbwerte Werte. Eine Version mit Einzelkanälen wird zur Zeit nicht unterstützt. | |
| Mindestens ein Wert bool_up und zwei Werte uint_byte. | |
| Mindestens ein Wert bool_up und vier Werte uint_byte. |
Die Werte für den Status müssen nach den Senden-Werten auftauchen. Die Lamellen-Funktion wird anhand der Wortlaute slat und lam erkannt.
Die Umwandlung der Datentypen erfolgt nicht wie bei anderen Visualisierungen, die auf KNX basieren. Alle KNX-Datenytpen (DPT) werden in ein SPS-Format umgewandelt. In der ETS sind diese ersichtlich. Hier finden Sie eine komplette DPT-Konvertierungsliste.
Tipp: Bestimmen Sie alle Datentypen im ETS-Projekt vor dem Import. Danach löst Antcas Control diese gleich mit auf.
Der Datentyp raw ist wie folgt aufgebaut. Jeweils ein Byte im Hexadezimal gefolgt von einem Leerzeichen:
00 FF 3B
Oder ein Binärwert(6-Bit) mit führendem $-Zeichen:
$3F
Read-Anfragen können mit dem Datentyp read ausgewertet werden. Um eine Antwort zu senden, kann ein r direkt vor die Gruppenadresse gestellt werden. Z.B.: r1/4/23. So wird ein Response gesendet.

Die Programmierung erfolgt dann wie folgt. in.switchRead erzeugt eine Flanke, welche unverzüglich die Antwort des Zustandes vom Ausgang out.switch sendet.

Hinweis: Die Gruppenadresse mit dem führendem r wird nicht in der
Installation gelistet.
Es gibt zwei Variablen zur Diagnose der Schnittstellen. Die Variable offline ist wahr, wenn alle Gateways ausgefallen oder getrennt sind. Die Variable
error ist wahr, wenn eine Schnittstelle ausgefallen ist und der Betrieb so noch aufrechterhalten werden kann. Bei Multicast lässt sich nur der Dienst und nicht das Gateway diagnostizieren. Beim Initialisieren ohne Gateway wird die Variable
offline automatisch auf wahr geschrieben.
Da der Flow-Control des Gateways nur mit ungefilterten Routern arbeitet, muss zwingend die Anzahl der Telegramme und Leseanfragen eingestellt werden. Dies sollte 100ms pro eingesetzten Router betragen. Sprich: Werden 2 Router per Multicast gleichzeitig angesprochen, so muss der Abstand 200ms betragen. Bei grösseren Projekten kann auch die Read-Anfrage höher eingestellt werden. Bzw. auf ca. 2000ms.
Wenn Telegramme im Gruppenmonitor von ETS gelb erscheinen, werden diese wegen einer Paket-Kollision erneut gesendet. Kommt dies plötzlich dauernd vor, liegt möglicherweise ein Defekt vor:
Wenn Telegramme im Gruppenmonitor von ETS blau erscheinen, kann die ETS nicht mit dem Bus kommunizieren. Mögliche Ursachen sind:
Versuchen Sie das Gerät, falls möglich mit einer eigenen Spannungsversorgung zu laden, wenn alles nicht hilft.