Netzwerk

Die Netzwerkverbindungen sollten möglichst am Anfang konfiguriert werden. Die Einstellungen der Netzwerkadapter finden Sie im Kontextmenü unter Antcas Control Infrastruktur Server Netzwerk.

Hinweis: Die Einstellungen werden sofort nach dem Speichern übernommen, jedoch nicht permanent gespeichert. Falls eine Fehlkonfiguration vorgenommen wurde, kann diese durch einen Neustart des Servers zurückgesetzt werden.

Beachten Sie, dass jede Schnittstelle ein eigenes Subnetz benötigt. Folgende Einstellungen sind ungültig:

  • eth0: 192.168.1.100/24
  • eth1: 192.168.1.101/24

Der Server kann so keine Pakete einem eindeutigen Routing zuordnen. Ausserdem kann immer nur ein Standardgateway definiert werden.

Im Setup können die IP-Einstellungen überprüft werden.

Wichtig: Falls ein DHCP-Client verwendet wird und die IP-Adresse wechselt, kann nicht garantiert werden, dass alle Dienste diese übernehmen. Ggf. ist ein Neustart der Dienste notwendig. Es wird daher nicht empfohlen, den Server als DHCP-Client zu verwenden.

Adapternamen

Es gibt verschiedene Adapternamen, diese sind im klassischen Modus immer eth0, eth1, wlan0, usb0 usw. Im modernen Modus werden diese nach PCI-Adresse und Slot benannt z.B. enp4s3 (ethernet port 4 slot 3). Lokale Netzwerkadapter starten mit eno# (ethernet onboard). USB-Geräte werden mit der kompletten MAC adressiert z.B. wlx8416f9150734 (wireless mac 84:16:f9:15:07:34). Diverse Server besitzen eigene Profile, die alle Netzwerkports speziell adressieren. Dies garantiert das übereinstimmen mit der Beschriftung des Servers. Die Methode der Adressierung kann nicht selbst festgelegt werden.

Hinweis: In dieser Dokumentation sind die Netzwerknamen meist im klasischen Modus beschrieben.

Wireless Netzwerke

Antcas Control unterstützt auch das Verwenden von kabellosen Netzwerken. Wir empfehlen jedoch, diese erst ab Core 2 zu verwenden. Antcas Control kann die SSID's aller Netzwerke auflisten, wenn der Adapter aktiviert wurde. Dazu muss nach dem Speichern das Feld SSID fokussiert werden. Die Suche kann einen kurzen Moment in Anspruch nehmen.

NAT-Weiterleitung

Damit ein Zugriff auf ein anderes Netzwerk gewährt werden kann, können Sie die NAT-Weiterleitung unter dem Tab "Erweitert" zu bestimmten Schnittstellen erlauben. Sie können dann den Antcas Server als Gateway in die Netzwerkkonfiguration des Computers eintragen, um einen anderen Bereich zu erreichen.

Hinweis: Die Weiterleitung funktioniert nur, wenn statische IP-Adressen verwendet werden.

Hostname

Der Hostname definiert den Servernamen für eine einzelne Schnittstelle. Dieser wird für den MDNS-Dienst und das Zertifikat verwendet.

MTU

Die MTU (Maximum Transmission Unit) definiert die Paketgrösse der Schnittstelle. Diese sollten idealerweise kleiner sein als die verschachtelten Werte. Wird bzw. ein VLAN verwendet, so kann der MTU des VLANs maximal der Grösse der physikalischen Schnittstelle sein. Der Standardwert ist 1'500.

Die MTU sollte bei VPN-Verbindungen unbedingt kleiner gewählt werden als der Wert der verwendeten Schnittstelle. Bei den meisten VPN-Verbindungen wird ein Wert von 1'400 empfohlen.

Telefonie

Unter den Netzwerkeinstellungen befindet sich der Reiter Telefonie. Die Eigenschaften sind für die Visualisierung notwendig und werden im Kapitel Telefonie unter WebRTC weiter erläutert.

Tagged VLAN nach IEEE 802.1Q

VLAN's werden direkt unterstützt. Dabei sollte beachtet werden, dass die Netzwerkeinstellungen bei falscher Konfiguration ungültig werden können und der Server nicht mehr erreichbar sein kann.

Hinweis: Nicht alle LAN-Schnittstellen unterstützen VLAN. Testen Sie vorher die VLAN-Konfiguration am Server, bevor Sie diesen einsetzen.

Die VLAN-ID wird dabei hinter die Adapteradresse geschrieben. Z.B. entspricht eth0.10 der ID 10 (tagged) vom Adapter eth0. Der ID-Bereich ist von 1 bis 4'094 gültig. Die ID 0 entspricht untagged und ist jeweils die Netzwerkschnittstelle selbst. Es wird empfohlen, diese nicht zu deaktivieren.

Wiederherstellung

Die Wiederherstellung kann mittels USB-Stick erfolgen. Hierzu muss das Label ETH_RESET lauten und der Server anschliessend neu gestartet werden. Sämtliche IP-Konfigurationen werden auf Werkseinstellungen zurückgesetzt.

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