Telnet

Die Telnet-Schnittstelle ermöglicht es, Daten im RAW-Format zu senden und zu empfangen. Die Schnittstelle ist fast identisch mit der TCP/UDP-Schnittstelle. Jedoch werden im Gegensatz zu dieser die Verbindungen offen gehalten. Die Kommunikation kann auch über eine serielle Schnittstelle erfolgen.

Info: Die Schnittstelle synchronisiert automatisch mit dem langsamsten Zyklus der zugeordneten SPS. Die Telegramme werden vom System gepuffert, sodass kein Telegramm verloren geht.

Funktionsweise

Die Schnittstelle kann aus TCP-Client oder als TCP-Server konfiguriert werden. Ausserdem ist es möglich, Daten via USB bzw. seriell zu übertragen. Mit der Variable connect, kann die Verbindung gesteuert werden. Die Variable wird remanent gespeichert, jedoch wird bei einem Verbindungsausfall die Variable zurückgesetzt.

Es gilt zu beachten, dass ein Timeout erreicht wird, falls keine Daten ausgetauscht werden. Beim Erreichen des Timeouts, wird nach Ablauf der Wiederholungszeit eine neue Verbindung aufgebaut. Wird das Transfer-Timeout auf 0 gesetzt, so wird die Verbindung nicht überwacht. Diese Konfiguration wird für TCP-Verbindungen nicht empfohlen.

Tipp: Die Anzahl Wiederholungen, kann auf unendlich gesetzt werden, indem der Wert auf -1 gesetzt wird.

Telnet-Client (TCP und USB)

Variable Beschreibung
connect Verbindung zum Server. Bleibt die Variable wahr, so wird automatisch wiederholt, bis die Anzahl der Wiederholungen erreicht wurden. Danach muss die Variable einmal FALSE und dann wieder TRUE geschalten werden. Es gilt zu beachten, da die Verbindung asynchron ist, muss ggf. gewartet werden, bis eine Rückmeldung von der Variable kommt.
send Sendet Daten zur Schnittstelle. Die Kommunikation muss zuvor erfolgt sein. Siehe Datenaufbereitung.
!send Wie send, jedoch werden alle Telegramme gesendet. Dies ist nützlich bei schnellen Schnittstellen.
recv Empfängt Daten von der Schnittstelle.
offline Besteht keine Verbindung, ist diese Variable wahr.

Telnet-Server (TCP)

Variable Beschreibung
connect Wird aktuell nicht verwendet.
send Sendet Daten zur Schnittstelle. Die Kommunikation muss zuvor erfolgt sein. Siehe Datenaufbereitung.
!send Wie send, jedoch werden alle Telegramme gesendet. Dies ist nützlich bei schnellen Schnittstellen.
recv Empfängt Daten von der Schnittstelle.
offline Besteht keine Verbindung ist diese Variable wahr.

Datenaufbereitung

Die Standard-Zeilenkodierung ist UTF-8. Werden andere Kodierungen verwendet, können diese im Gateway unter erweitert eingestellt werden. Zeichen die nicht unterstützt werden, werden versucht durch alternative Schreibweisen zu übersetzen. Andernfalls werden ungültige Zeichen verworfen oder durch ein ? ersetzt.

Hinweis: Auch die Steuerzeichen und die Kopfzeile werden umkodiert.

Steuerzeichen

Das Steuerzeichen bzw. das Zeilenende wird in der Übertragung zur SPS nicht mitgesendet. Ausserdem wird dieses nach jedem Telegramm angefügt. Es ist nicht möglich dieses wegzulassen.

Wird ein Telegramm ohne gültiges Ende erkannt, wird dieses Verworfen und im Monitor entsprechend ausgegeben. Die Verbindung wird dann erneut hergestellt bzw. unterbrochen.

Sollten mehrere verschiedene Steuerzeichen erkannt werden, können diese mit einem Zeilenumbruch getrennt erfasst werden. Gesendet wird immer mit dem ersten Zeilenumbruch. Dieser kann auch leer sein.

Escape-Sequenz ASCII-Abkürzung Hex
\n LF 0A
\r CR 0D
\r\n CRLF 0D 0A
\0 NUL 00
\t TAB 09
\e ESC 1B
\f FORMFEED 0C
\x## Beliebig ##

Zeichencodierung

Das Format der Zeichencodierung kann unter Erweitert im Gateway eingestellt werden. Die Codierung wird in beide Richtungen übersetzt. Antcas Control verwendet immer UTF-8 als Standard.

Kopfzeile

Es kann eine Kopfzeile gesendet werden nach Verbindungsaufbau. Diese kann im Gateway konfiguriert werden. Beim Server wird jedes mal ein Verbindungsaufbau als Kennung gesendet. Wird ein Telnet-Client verwendet, so wird die Mitteilung an die Gegenseite bei einem Verbindungsaufbau gesendet.

Die Mitteilung wird inklusive Escape-Zeichen übertragen.