Applikation bearbeiten

In diesem Abschnitt wird erklärt, wie der FUP-Editor aufgebaut ist und wie eine Programmierung zu handhaben ist. Nicht erklärt wird hierbei, wie die Kommunikation zu den Schnittstellen und der Visualisierung erfolgt. Dies ist im Kapitel SPS Grundlagen nachzuschlagen.

Namensräume

Jedes Element in der Struktur hat einen eigenen Namensraum in der Applikation (SPS). Dies bedeutet, dass das Element komplett unabhängig von den anderen Elementen ausgeführt wird. Dies hat den Vorteil, dass jeder Name frei gewählt werden kann. Die Variable global. bildet dabei die Ausnahme.

Programmabfolge

Jedes Netzwerk wird von oben nach unten abgearbeitet. Danach werden alle Funktionsblöcke berechnet. Dies geschieht in Leserichtung von links nach rechts. Es gilt zu beachten, dass zuerst alle Eingänge des Funktionsblockes berechnet werden.

Dies ist wichtig, falls ein zusätzlicher Ausgang zwischen zwei Funktionsblöcken definiert und wieder verwendet wird. Dies kann zu ungewollten Ergebnissen führen.

Hinweis: In einer FUP-Programmierung kann immer nur der erste Ausgang eines Funktionsblocks mit einem Eingang verbunden werden.

Verwendung von Netzwerken

Netzwerke werden verwendet, um die einzelnen Programmschritte zu gruppieren. Ein Netzwerk sollte daher nur ein Verbund von Funktionsblöcken enthalten und niemals mehrere einzelne Funktionsblöcke. Ansonsten geht die Übersicht des Programms verloren.

Aufbau des FUP-Editors

Dieses Beispiel zeigt ein Programm einer Leuchte ohne Visualisierung mit der Funktion eines Bewegungsmelders.

  1. Menüleiste
  2. Titel des Netzwerks
  3. Kommentarfeld des Netzwerks (Mehrzeilig)
  4. Funktionsblock-Körper
  5. Funktionsblock-Titel
  6. Funktionsblock Datenbank
  7. Variable am Eingang 1 des Funktionsblocks
  8. Eingang 1 des Funktionsblocks
  9. Ausgang 1 des Funktionsblocks
  10. Variable am Ausgang 1 des Funktionsblocks
  11. Verbindung zum Funktionsblock (Intern deklariert als var_temp.#)
  12. Bezeichnung vom Eingang 3 des Funktionsblocks TOF (Dieser Wert steht als PIR.TOF1.RESET zur Verfügung)
  13. Definiert mehrere Ausgänge gleichzeitig
  14. Negation (entspricht dem Funktionsblock NOT)
  15. Zuweisung

Verwendung mehrerer Ein- und Ausgänge

Manche Funktionsblöcke erlauben es, mehrere Ein- und Ausgänge zu verwenden. Dies ist in der Hilfe des jeweiligen Funktionsblocks beschrieben.

Das Verwenden der kombinierten Eingänge vereinfacht die Verwendung des FUP-Editors und reduziert die Rechenzeit erheblich, da keine Zwischenresultate gespeichert werden müssen.

Das obige Bild zeigt das gleiche Ergebnis mit mehreren Eingängen vom Funktionsblock AND.

Verwenden von globalen Variablen

Eine globale Variable kann jederzeit mit dem Präfix global. angesprochen werden.

Es wird nicht empfohlen, den Präfix in Datenbanken zu verwenden, da dies zu einer erhöhten Last der SPS führt. Stattdessen sollte das Ergebnis der Berechnung global zur Verfügung gestellt werden.

Um alle verwendeten Geräten aufzulisten, kann in der aktiven Vorschau mittels rechter Maustaste auf die globale Variable geklickt werden. Falls die Variable in einem weiteren Element verwendet wurden, werden diese unter Benutzt von angezeigt.

Weitere Informationen erhalten Sie im Kapitel Kommunikation mit anderen Elementen.